top of page

Skye Trail in Schottland: Allein mit Zelt und Rucksack bei Sonne, Wind und Regen.

Aktualisiert: 5. Apr.

Tag 1


Mann mit Rucksack auf felsigem Pfad vor Bergkulisse. Er lächelt und zeigt das Peace-Zeichen. Blauer Himmel mit Wolken im Hintergrund.

Ankunft in Edinburgh. Mit dem Flugzeug von Frankfurt/Main aus. Abends: Whisky, Haggis und Live-Musik. Zum ersten Mal in dieser Stadt und gleich ein gelungener Auftakt.


Tag 2



Zugfahrt quer durch die Highlands. Über 300km atemberaubende Landschaften. So, wie ich mir Schottland vorgestellt habe. Ankunft in Portree, Isle of Skye. Bunte Häuser, frische Brise, salzige Luft und Möven. Der Campingplatz 3km außerhalb. Hier schlage ich mein Zelt auf.


Tag 3 und Tag 4



Blauer Himmel. Vorbei ziehende Wolken, viel Grün und eine wild romantische Küste. Die Vorfreude, aber auch der Respekt, vor der anstehenden Tour steigt. Ich werde den nördlichen Part des Skye Trails wandern.


Tag 5



Die Tour beginnt. Immer hoch oben an der steilen Küste entlang. Sonne, Wind und ab und zu ein kleiner Regenschauer. Und unterwegs vereinzelt Schafe und zwei Franzosen getroffen.



Kleine Pausen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Doch der Weg wird bald steiler und anstrengender. Eigentlich würde ich gerne sitzen bleiben.



Am späten Nachmittag. Das Ziel: Old Man of Storr, erreicht. Der bekannteste Felsen der Insel. Die letzten Tagestouristen kommen mir entgegen, die ihre Busse noch pünktlich vor der Abfahrt erreichen möchten. Danach wird es still und ich gehe alleine meinen Weg weiter. Suche noch einen Platz zum Übernachten in meinem Zelt.


Tag 6


Einsamkeit. Der Nebel zieht leise dahin. Kein Geräusch. Gar nichts. Eine faszinierende und zugleich unheimliche Stille. Ich habe gut geschlafen. Ich war noch nie in meinem Leben so allein, wie an diesem Ort. Es fühlt sich aber auch unfassbar befreit von allem an. Ich muss wieder los. Es wird heute noch ein anstrengender Tag werden.



Neblig, kalt, naß. Tatsächlich wird dieser Tag härter als ich dachte. Nebel, Kälte und Regenschauer begleiten mich stundenlang. Ich verliere ab und zu die Orientierung in unwegsamen Gelände und meinen Handschuh auch. Hunger, nasse Füße und Blasen an den Füßen geben mir den Rest.


Tag 7



Nach einer sehr kalten Nacht. Zähneputzen und Morgentoilette an einem idyllischen Wasserfall mit eiskaltem Wasser. Es geht weiter. Heute wieder bessere Sicht und die Laune sehr gut.



Quiraing: Eine Landschaft aus Ur-Zeiten. Wo sind die Dinos? Hier in der Gegend finden sich tatsächlich noch viele Spuren dieser prähistorischen Giganten.



Ich kann mich an der Landschaft kaum satt sehen. Das lässt mich all die Strapazen der Tour für kurze Momente vergessen. Bald bin ich nicht mehr ganz so einsam unterwegs und treffe viele Tagestouristen und Ausflügler auf gut präparierten Wanderwegen.



Ich bin wieder alleine on Tour. Eine traumhafte extrem steile Küste. Ich höre, wie die Wellen da weit unten an die Felsen donnern. Die Sonne strahlt über den Atlantik. Waghalsige Schafe laufen und klettern an dieser Küste entlang. Einfach wunderbar.



Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Das Sonnenlicht ändert seine Farben. Das Meer ebenfalls. Es wird deutlich kühler.



Die nördlichste Spitze der Isle of Skye erreicht: Rubah Hunish. Einen schöneren Platz zum Zelten hätte ich mir nicht erträumen lassen. Am Horizont die untergehende Sonne über den Äußeren Hebriden. An diesem Ort habe ich noch ein Pärchen aus Deutschland getroffen, die ganz in der Nähe ihr Zelt aufgeschlagen haben.


Tag 8



Diese Telefonzelle funktioniert sogar und ist gleichzeitig eine Bushaltestelle. Von hier aus fahre ich mit dem Bus zum Fährhafen nach Uig. Dort nehme ich die Fähre zu den Äußeren Hebriden.



Ich erreiche heute mit der Fähre Isle of Harris, eine Insel der Äußeren Hebriden. Es ist sehr stürmisch. Die Nacht wird extrem ungemütlich und ich bin heilfroh, dass mein Zelt die Nacht gehalten hat.


Tag 9



Miserables Wetter. Ich beschließe, keinen weiteren Tag auf Isle of Harris zu bleiben. Ich reise ab. Es geht mit der Fähre zurück zur Isle of Skye. Dort verbringe ich noch paar schöne Tage auf dem Camping-Platz von Portree und genieße das bunte Treiben im Städtchen .


Tag 10, Tag 11 und Tag 12



Portree und Umgebung. Ich mache noch einen Ausflug zur Talisker Destillerie. Außerdem genieße ich in gemütlichen Cafés Cappuccino und Scones, esse jede Menge Fish'n Chips in Portree und gönne mir das ein oder andere Bier. Eine längere Tageswanderung mit Start und Ziel in Portree stehen auch noch bevor.



Tag 13, Tag 14 und Tag 15



Rückreise mit dem Zug über die Highlands und zum Schluss nochmal drei Tage Edinburgh: Dudelsack-Musik, Pubs, Bier und Whisky. Touris, bunte Häuser, graue Häuser, mittelalterliches Flair, mystische Geschichten, uralte Friedhöfe u.v.m.



Ich mache noch einen Abstecher an den Stadtstrand von Edinburgh: Portobello Beach. Es ist kalt und rauh. Nordsee eben. Ich laufe dabei insgesamt 21 km.


Morgen fliege ich zurück nach Deutschland.



Meine Reisezeit

Anfang-Mitte Mai 2024


Du möchtest mehr über die Tour wissen, dann kontaktiere mich gerne. Alle Tourdaten, mit Wegbeschreibung und Streckenlänge, findest Du auf meinem Komoot-Account: Ralph on Tour.


 
 
 

Kommentare


bottom of page